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DIGITAL PRODUCT DISIGN: Professioneller Einsatz von Farben

Aktualisiert: 6. Sept. 2021

Farben wirken auf uns. Sie haben unterschiedlichste Bedeutungen und wecken Emotionen. Wir verbinden mit einzelnen Farben Positives wie auch Negatives. Ein gutes Beispiel dafür sind die Farben Gelb und Schwarz, die zum Beispiel an Wespen erinnern und mit Gefahr assoziiert werden. Den "Rotstift ansetzen" oder die "rote Karte" sind weitere Beispiele für negative Assoziationen mit Farben. Darum setzen wir Farben gezielt beim Design von digitalen Lernangeboten ein. Und so geht's:



Farben lösen bei ihren Betrachtern Gefühle und Assoziationen aus die zu unbewussten Reaktionen führen. Warum also nicht einen positiven Nutzen aus der Wirkung von Farben ziehen. Zum Beispiel beim Lernen. Wichtige Informationen mit einem gelben Marker anzustreichen wäre schon ein erster Schritt in die richtige Richtung. Da geht aber noch mehr!



Vera Birkenbiehl (Managementtrainerin, Sachbuchautorin und bekannt für ihre Lerntechniken) setzte Farben zur Orientierung und Ordnung ein.


Dr. Willard R. Daggett, Präsident des „International Center for Leadership in Education“, und sein Team veröffentlichten 2008 eine Arbeit mit dem Titel „Color in an Optimum Learning Environment“. Sie konnten bestätigen, dass bestimmte Farben einen direkten Einfluss auf die geistig-seelische Verfassung, die Emotionen, das Verhalten und die Leistung von Lernenden haben. Ein übermäßiger Einsatz von Farben – beispielsweise mit mehr als sechs Tönen – beeinträchtigt jedoch die kognitiven Fähigkeiten.


So wirken die einzelnen Farben



Gerade in der Produktion von E-Learningprodukten ergeben sich großartige Möglichkeiten mit der positiven Wirkung von Farben Lernverläufe zu unterstützen! Dies gelingt unter anderem durch das Zusammenstellen einer Farbpalette, deren Stil sich durch alle Materialien zieht. Workbooks, Infografiken, Social Media, Flyer, Erklärfilme, Web-based Trainings...


Zielgruppe beachten


Neben der Wirkung, die Farben auf unser Unterbewusstsein haben, gibt es aber noch weitere Kriterien die man bei der Auswahl der Farben beachtet. Diese sollen die Zielgruppe möglichst gut ansprechen und zu einer Identifikation führen. Das erreicht man durch die unterschiedliche Intensität der Farben. Zum Beispiel eignen sich für kindgerechte Lernmaterialien und Medien intensivere Farbnuancen als für den Business-Sektor.



Hier sieht man am Beispiel von Rot, wie unterschiedlich der gleiche Farbton wirken kann. Während ein grelles Rot eine starke Signalwirkung hat, drückt man mit einem hellen Rot Weiblichkeit und Empfindsamkeit aus. Weinrot vermittelt dagegen Exklusivität.





Meistens haben wir auch ohnehin ein intuitives Gefühl für die richtige Farbwahl. Bei der Erstellung von digitalen Lernmaterialien empfiehlt sich aber dennoch eine bewusste Auseinandersetzung mit den Farben, ihrer Wirkung und ihrer Bedeutung. Dazu stellt man, wie schon weiter oben gesagt, eine Farbpalette zusammen. Die könnte dann in etwa so aussehen:


Wer die Wahl hat, hat die Qual! Zusätzlich beachtet man ggf. auch das Corporate Design des/der Herausgebers/in.


Mehr aus der Reihe Digital Product Desing gibt es in den kommenden Tagen.


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