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Wie ermittle ich den Weiterbildungsbedarf meiner Mitarbeiter

Aktualisiert: 25. Mai 2020

Eine wichtige Aufgabe der Personalentwicklung ist es, für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter passende Bildungsmaßnahmen zu finden und durchzuführen. Aber gerade kleine und mittlere Betriebe haben oft (noch) keinen Personaler, geschweige denn eine Personalentwicklung. Das brauchen sie auch nicht immer, denn es gibt einfache Kriterien, anhand derer Sie den Weiterbildungsbedarf Ihrer Mitarbeiter/innen ermitteln können. Wie das geht, und warum die berufliche Weiterbildung auch in kleinen und mittleren Betrieben überaus wichtig ist, erfahren Sie in diesem Artikel.


Die Fortbildung muss die Person befähigen, die Aufgaben im Unternehmen (besser) zu bewältigen. Das bringt ihr persönlich und dem Unternehmen einen Nutzen. Denn Wissen ist eine Bedingung für Wachstum und Wissen schafft wettbewerbliche Vorteile für Unternehmen und Standorte. Daneben erfordert der demografische Wandel, lange Ausbildungszeiten und während sich die Halbwertszeit von Wissen verkürzt. Das macht Maßnahmen notwendig, um vorhandene Kenntnisse und Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter/innen zu vertiefen, zu erweitern oder neue Fähigkeiten anzueignen.


Durch Investitionen in die Fortbildung von Mitarbeiter/innen, können Sie aber auch deren Potenziale optimal nutzen, und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Sie erhöhen die Motivation Ihrer Mitarbeiter/innen und vermeiden Fluktuation. Wenn Sie dann wirklich einmal neue Mitarbeiter/innen einstellen müssen, haben Sie mehr und bessere Bewerber, weil Arbeitgeber die Fort- und Weiterbildungen anbieten attraktiver sind.


In Fort- und Weiterbildung investieren


Grund genug, in Fort- und Weiterbildung zu investieren. Gäbe es da nicht ein Problem:

Unternehmen denken oft kurzfristig und blenden dabei langfristige Kosten und Risiken aus. Geht es ihnen wirtschaftlich schlecht, sparen sie bei den Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung. Sind die Auftragsbücher voll, fehlt den Mitarbeiter/innen die notwendige Zeit für eine Weiterbildung. Doch gerade in ruhigen Phasen können anfängliche Kosten und Investitionen für Weiterbildungsmaßnahmen und Seminare (Motivation; technische Programme; Sprachunterricht usw.) leichter wieder reingespielt werden. In wirtschaftlichen Boomphasen verursacht die Abwesenheit Ihrer Mitarbeiter/innen erheblich mehr Kosten. Zum Beispiel wenn Sie Kunden/innen verlieren, weil Aufträge nicht rechtzeitig erledigt wurden, wenn Verzögerungen in der Auslieferung entstehen oder wenn Ihnen dadurch Aufträge entgehen.


Planen Sie die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter/innen also nicht kurzfristig, und auf Grundlage dieser Überlegungen, sondern entwickeln Sie einen langfristig und mit Strategie. Bauen Sie auch auf E-Learning, um zeitlich flexibel schulen zu können.


Seit ich das Wort Inkompetenzkompensationskompetenz kenne, kann ich alle meine Handlungen erklären.
E-Learnbox: Besser langfristig und mit Strategie entwickeln!

Welche Kompetenzen sollen meine Mitarbeiter erwerben, und warum?

Welche Herausforderungen im Kontext der Unternehmensstrategie gibt es?

Die Beantwortung dieser Fragen, obliegt den Führungskräften in Abstimmung mit der Geschäftsführung. Sie erfordert Weitsicht und Transparenz vonseiten Geschäftsführung und Beobachtungsgabe und Beurteilungsfähigkeit von Seiten der Führungskräfte.


Herausforderungen können von fehlendem Know-How, bis zu Herausforderungen der Branche an sich oder Herausforderungen in einzelnen Abteilungen reichen. Alles eben, was Ihr Unternehmen vom wünschenswerten IST-Zustand trennt. Haben Sie auf dieser Ebene alles geklärt, ist es Zeit sich folgenden Fragen zu widmen.


  1. Welche Mitarbeiter/innen sind wichtig und sollen an das Unternehmen gebunden werden?

  2. Welche Mitarbeiter/innen müssen ihre Kompetenzen verbessern, um aktuelle Aufgaben besser oder produktiver zu erfüllen?

  3. Welche Mitarbeiter/innen müssen ihre Kompetenzen verbessern, um in Zukunft Gestaltungs- und Handlungsspielräume für das Unternehmen zu eröffnen?

  4. Welche Entwicklungs- und Karriereplanung streben die Mitarbeiter/innen an?


Neben Ihrer Beobachtungsgabe und Beurteilungsfähigkeit brauchen Sie zur Beantwortung dieser Fragen Ihre Mitarbeiter/innen. Am einfachsten ist es dies in Form eines Fragebogens zu erheben. Idealer ist, diesen Fragebogen gemeinsam mit Ihrem/Ihrer Mitarbeiter/in durchzugehen. So können Sie Bedenken, Fragen und Unsicherheiten entgegenwirken, die sich häufig ergeben, wenn es um die Einschätzung der Kompetenzen von Mitarbeiter/innen geht. Aber auch eine Stärken und Schwächen Analyse gibt Aufschluss, wo der/die Mitarbeiter/in steht. In der unteren Abbildung finden Sie eine Kombination aus beiden Varianten.


E-learning, E-Learnbox, elearning: Mit diesen Fragen, der Stärken Schächenanalyse können Sie den Weiterbildungsbedarf gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern erarbeiten.
E-Learnbox: Stärken Schwächenanalyse

Gehen Sie behutsam vor und klären Sie unbedingt den Zweck der Befragung auf. Betonen Sie die Freiwilligkeit der Antworten. Auch mittels Kompetenzrad, Workshops und anderen Methoden lässt sich Qualifizierungsbedarf erheben. Was den Aufwand der Analyse betrifft, ist die Größe und Komplexität Ihres Betriebes maßgebend.


Kollektiver betrieblicher Qualifizierungsbedarf


Lassen Sie aber auch kollektiv betriebliche Qualifizierungsbedarf nicht außer acht.

Gerade Themen wie Betriebsklima oder Kommunikation betreffen alle Mitarbeiter/innen eines Betriebes. Um hier mittels Fortbildung eine Verbesserung zu erzielen müssen alle gleichermaßen geschult werden. Oder denken Sie an die Einführung von neuen Arbeitsabläufen, neuen Maschinen etc. Auch hier gilt es, alle auf den gleichen Wissensstand zu bringen.


Gut investiert ist Ihr Weiterbildungsbudget auch, wenn Sie neue Mitarbeiter/innen mit eigenen Einstiegskursen (Onboarding Kurse) auf den nötigen Wissenstand bringen.


Zusammengefasst: Zur Ermittlung des individuellen Weiterbildungsbedarfes gibt es eine Reihe an Möglichkeiten. Fragebogen und "Stärken Schwächen Analyse" sind nur ein kleiner Ausschnitt. Aber auch den kollektiv betrieblichen Qualifizierungsbedarf gilt es im Auge zu behalten. Planen Sie die Fort- und Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter und halten Sie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten daran fest. Eine gute Möglichkeit bieten kostengünstige E-Learnig Kurse, die in zeitlich flexibel und unabhängig konsumiert werden können. Beziehen Sie immer auch Ihre Mitarbeiter mit ein, um Unsicherheiten zu vermeiden!


Ihre Silke von der E-Learnbox


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