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Warum Sie Ihre Fehler ab jetzt nicht mehr vertuschen sollten

Aktualisiert: 25. Mai 2020

Aus Fehlern wird man klug. Eine Behauptung, die nur Sinn macht, wenn gemachte Fehler 1. sachlich analysiert werden, wenn man 2. Ihre Ursachen herausarbeitet und wenn 3. Maßnahmen getroffen werden, um eine Wiederholung zu vermeiden.


In Fehlern liegt also eine Fülle an Lernpotenzial. Sie zeigen uns, dass uns nötiges Wissen fehlt, organisatorische Routinen angepasst werden müssen oder, dass vielleicht die Koordination und Kommunikation im Team nicht optimal funktioniert.


Wenn da nicht die große Scheu wäre, mit Fehlern so offen umzugehen.

Sie werden verheimlicht, verharmlost oder anderen in die Schuhe geschoben. Wie sicherlich alle aus unserer Erfahrung wissen, geht so etwas meist nicht lange gut.

Verheimlichen und verharmlosen von Fehlern ist eine riskante Sache. Wer einen Fehler aussitzt, verursacht oftmals erst dadurch die eigentliche Katastrophe. Schiebt man Fehler anderen in die Schuhe, leidet das Betriebsklima.


Es gilt also einen alltagstauglichen Ansatz mit praktikablen Maßnahmen finden.


Hier sind Sie als Führungskraft gefragt, statuieren Sie ein Exempel! Nicht nötig dafür einen Fehlerfall zu fingieren, kommunizieren Sie eigene (ausgewählte) Fehler von Zeit zu Zeit und stehen sie dazu. Vergessen Sie aber nicht, zu erwähnen, wie Sie gedenken diesen Fehler künftig zu vermeiden. Denn genau das ist das Ziel! Fehlertabu werden durch Lernbereitschaft zu ersetzen. Das Tabu des Scheiterns lässt sich besser brechen, wenn sie selbst dazu stehen, nicht unfehlbar zu sein.


Wenn Sie es schaffen, in den Köpfen Ihrer Mitarbeiter den Gedanken zu verankern, dass Fehler kein Beweis für Unvollkommenheit, sondern ein Anlass zum Lernen sind, dann können sie nur gewinnen!


Angst vor Fehlern macht schwach


Mitarbeiter die Angst vor Fehlern haben werden schwach, sind gestresst und weniger kreativ. Sie bringen sich nicht mehr ein und verhalten sich passiv statt lösungsorientiert. Außerdem entstehen durch diesen Leistungsdruck erst recht Fehler, die ansonsten nicht passiert werden.

5 Tipps für eine funktionierende Fehlerkultur.


1. Lösungen statt Schuldigen suchen

Ein Problem löst sich nicht durch gegenseitige Schuldzuweisung, sondern durch die Frage, wie der Schaden möglichst klein gehalten werden kann.

2. Jeder darf Fehler machen

Nur wer nichts macht, macht keine Fehler! Jeder darf Fehler machen, ein Zugeständnis, das wirklich allen klar sein sollte. Sonst werden Fehler gerne unter den Tisch gekehrt.

3. Sachlich auf Fehler hinweisen

Ist der Fehler passiert und dem „Verursacher“ ist dieser nicht bewusst, soll der Vorgesetzte sachlich darauf hinweisen. Faires und sachliches Feedback ist eine gute Basis für die Weiterentwicklung. „Schärfere“ Kritik ist dann angebracht, wenn die gleichen Fehler immer wieder passieren.

4. Nichts Beschönigen

Lassen Sie nicht zu, dass der passierte Fehler beschönigt werden, nach dem Motto „War alles nicht so wild“. Gelungenes aber auch Misslungenes sollte lieber sachlich erfasst und analysiert werden und zur Optimierung beitragen.

5. Fehltritte ernst nehmen, aber nicht zu ernst.

Fehler auch mit Humor zu nehmen hat den Vorteil, dem Fehlertabu den Wind aus den Segeln zu nehmen.


Alles Liebe Eure Silke von der E-Learnbox


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