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Motivierende Gesprächsführung - ein neuer Hoffnungsschimmer am Horizont?

Aktualisiert: 25. Mai 2020

Der motivierte Mitarbeiter ist kein Zufallsprodukt. Wahrscheinlich haben Sie bereits einige Bemühungen unternommen Ihre Mitarbeiter zu motivieren. Vielleicht haben Sie sogar in meinem letzten Artikel nachgelesen, „wie Bedürfnisse Ihre Mitarbeiter motivieren“? Ihnen ist auch klar, dass es noch viele weitere Möglichkeiten gibt. Deshalb sind Sie hier auch genau richtig und sollten weiterlesen. Es geht darum, wie man Mitarbeiter dazu motivieren kann ein Fehlverhalten aufzugeben bzw. ein bestimmtes Ziel zu erreichen.


Mitarbeiter die aus eigener Motivation ihr Verhalten ändern


Beispielsweise wenn jemand immer wieder zu spät kommt. Als Chef will man das natürlich nicht und tendiert dazu von oben herab dem Mitarbeiter zu sagen was er zu tun hat, nämlich pünktlich zu erscheinen. In der Psychologie ist schon lange bekannt: Wird an einen Menschen appelliert, etwas zu tun, kann das einen Widerstand erzeugen. Viel effektiver und nachhaltiger ist es aber, Ihren Mitarbeiter soweit zu motivieren, dass er sein Verhalten von sich aus verändert.

Bei der "Motivierenden Gesprächsführung" ist Motivation zur Veränderung nicht Voraussetzung, sondern Ziel des Gespräches.

Hier setzt die „Motivierende Gesprächsführung“ an.

Diese Methode ist so zeitsparend, weil die Diskussionen wegfallen. Sie ist so erfolgreich, weil der Mitarbeiter merkt, dass man sich wirklich für ihn interessiert. Er bekommt die Möglichkeit selbst zu wählen und tritt durch die Fragen in einen Reflexionsprozess ein, der ihm vor Augen führt, warum das Ziel auch für ihn wichtig sein könnte. Er verspürt nicht den Druck von oben. Die Gründe sein Verhalten anzupassen entstehen aus ihm selbst heraus.




Mit 6 Fragen zu mehr Motivation

Es gibt 6 Fragen die Sie der Reihe nach mit Ihrem Mitarbeiter durchgehen:


1. Welche Gründe könnte es für Sie geben, sich zu ändern (pünktlich zur Arbeit zu kommen?)

Der Mitarbeiter könnte antworten, dass er gerne seinen Arbeitsplatz behalten möchte.

2. Wie groß ist jetzt schon Ihre Bereitschaft, sich zu ändern (pünktlich zu kommen) auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht bereit) bis 10 (vollkommen bereit)?


3. Warum haben Sie keine niedrigere Zahl gewählt? Die Frage führt dem Mitarbeiter seinen eigenen Antrieb vor Augen. Würde man fragen warum er keine höhere Zahl gewählt hat, käme er ins Argumentieren und Appellieren.


4. Stellen Sie sich vor, Sie hätten sich bereits verändert (sie wären immer pünktlich): Was wären die positiven Ergebnisse für Sie?

Mit dieser Frage verbinden sie Verstand und Gefühl, was bei den Menschen die Bereitschaft zu handeln erhöht.

5. Warum sind diese Ergebnisse für Sie wichtig?

Im besten Fall hat Ihr Mitarbeiter jetzt erkannt, was ihn persönlich motivieren könnte.


6. Was ist – wenn überhaupt – der nächste Schritt? Das „, wenn überhaupt“ ist wichtig, weil es an die Autonomie des Gegenübers appelliert. Er muss nichts ändern, aber wenn er etwas ändern würde, was wäre dann ganz konkret der nächste Schritt?


Meinen Sie es ernst


Wichtig ist, dass Sie es auch ernst meinen, und nicht versuchen Mitarbeiter zu manipulieren. Eine wahre Herausforderung stellen natürlich bestimmte Glaubenssätze dar, die sich in der Führung hartnäckig halten. Es funktioniert immer noch sehr gut, Befehle von oben zu erteilen, obwohl wir längst wissen, dass es nicht menschengerecht ist.


Alles Liebe Eure Silke von der E-Learnbox


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