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Wie geht es mir heute- Führungskräfte kurz vor dem Burnout

Aktualisiert: 25. Mai 2020

Moderne Führung bedeutet Verantwortung, für seine Mitarbeiter zu übernehmen. Das setzt vor allem Eigenverantwortlichkeit voraus. So komme ich ohne Umschweife auf das Thema BURNOUT zu sprechen, das ohnehin in aller Munde ist. Dieser Artikel sollte ursprünglich davon handeln, wie Sie ausgebrannte bzw. Burnout gefährdete Mitarbeiter erkennen. Doch scheint es mir sinnvoller, sich fürs Erste mit dem eigenen gegenwärtigen Zustand auseinanderzusetzen. Nehmen wir uns dafür also kurz Zeit!


Selbstverbrenner oder Opfer der eigenen Umstände?



Sind Sie vielleicht jemand, der sich selbst gerne etwas mehr vornimmt und zumutet als notwendig? Jemand der sich auch ohne Not in Gefahr begibt. Dann sind Sie einer von der Sorte, die sich häufig selbst überschätzen, und damit ein gefährdeter Selbstverbrenner.

Haben Sie es gerade ziemlich schwer, weil sich privat oder beruflich negative Umstände ergeben haben, die jetzt intensiven Einsatz von Ihnen verlangen? Dann laufen Sie Gefahr, Opfer der eigenen Umstände zu sein/zu werden.


Nicht ungewöhnlich das beides auf Sie zutrifft.


Die sprichwörtliche "Work-Life-Balance" geht zu oft von einem ausgefüllten Arbeitsleben aus und mahnt, die Freizeit nicht zu vergessen. Aber jede Führungskraft, jeder Arbeitnehmer hat auch "Life-Events" wie Scheidung, Trennung, Krankheit oder Tod in der Familie, Probleme mit den Kindern. Auch die "Life-Work-Balance" muss möglich sein.


Wie erkennen Sie also, dass Sie Burn out gefährdet sind.

Ausschlaggebend ist, auf die Anzeichen der Anfangsphase aufmerksam zu werden und zu reagieren. Hier ist es einem noch selbst möglich, Maßnahmen zu ergreifen und aktiv dagegen anzugehen. Wie sie konkret dagegen angehen können wird noch weiter unten beschrieben. Ist der Prozess weiter fortgeschritten, kommt man an einem Coach oder Therapeut nicht mehr vorbei.


Die ersten Warnsymptome der Anfangsphase sind quälende Grübeleien, die zu keinem Ergebnis führen.

Sie schlafen schwer ein und werden in der Nacht häufig wach.

Auch Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen kommen häufiger vor. Zerstreutheit und Fehleranfälligkeit häufen sich. Es fällt Ihnen zunehmend schwerer, sich auf eine Sache zu konzentrieren.

Außerdem fühlen Sie sich ständig gehetzt und in Zeitnot.

Sie können sich nicht entspannen, und sind nervös und unruhig.

Sozialer Rückzug ist ein weiteres typisches Warnsymptom. Wenn Sie den Kontakt mit Kunden und Kollegen meiden, Anlässen fernbleiben und es Ihnen schwer fällt, anderen zuzuhören, sollten Sie die Notbremse ziehen.

Reizbarkeit und die verstärkte Neigung zu Tränen, sowie Leistungsabfall weisen ebenso auf Überlastung hin.


Was Sie also konkret unternehmen können ist nachfolgend aufgelistet. Dabei möchte ich ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dass das Thema so viel komplexer ist und die Möglichkeiten umfangreicher!

Wichtig ist, und das soll eigentlich die Kernaussage dieses Artikels sein, dass man die Symptome kennt und dann auch ehrlich mit sich selbst ist. Aus Krisen gehen wir gestärkt hervor, wir lernen und entwickeln uns weiter. Es ist Ihr Leben, Ihre Lebensqualität die Sie durch SELBSTPFLEGE steigern. Und es ist die Mühe wert!


  • Selbstpflege! „Ich sorge für mich selbst! – sonst könnte ich mich auch um niemand anders kümmern“

  • gesunde Ernährung

  • ausreichender Schlaf

  • wenig Alkohol

  • kein Nikotin

  • regelmäßige körperliche Betätigung

  • Pflege der zwischenmenschlichen Beziehungen in Familie und Freundeskreis.

  • Stress- und Zeit-Management Kurse bringen eine erste Information.

  • Ein kleines, überschaubares Ziel finden und dieses ritualisieren!

  • Meditation, Yoga und Atemübungen, um mit der Wahrnehmung wieder zu sich selbst zu kommen.

  • Die Beobachterposition einnehmen und nicht alles gleich bewerten.

  • Negative wie positive Gefühle akzeptieren und nicht sofort handeln.

  • Therapeuten oder Coach aufsuchen.

  • Geduld mit sich selbst haben, der Weg zur Selbststeuerung setzt regelmäßiges Üben voraus.


Wichtig: Hilfe zu suchen, ist weder eine Schande noch ein Zeichen von Inkompetenz. Vielmehr ist es ein Zeichen von Souveränität, die eigenen Grenzen anzuerkennen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.


Alles Liebe Eure Silke von der E-Learnbox


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